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February 2026

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Integration neuer Akteure in das Niederspannungsnetz: dezentrale Erzeugung, Elektrofahrzeuge und Wärmepumpen

Die Energiewende verändert das elektrische Versorgungssystem hin zu einem stärker dezentralisierten, dynamischen und bidirektionalen Netz. In diesem neuen Kontext wird das Niederspannungsnetz (NS-Netz) zu einem zentralen Anschlusspunkt für neue Akteure wie die dezentrale Energieerzeugung (insbesondere Photovoltaik), Ladeinfrastrukturen für Elektrofahrzeuge (EV) oder Klima- und Wärmepumpenanlagen.

Diese Entwicklungen sind ein wesentlicher Bestandteil eines nachhaltigeren Energiemodells, stellen Netzbetreiber und Verteilnetzunternehmen jedoch zugleich vor erhebliche technische Herausforderungen.

Technische Herausforderungen im Niederspannungsnetz durch neue Akteure

Die zunehmende Einspeisung aus dezentraler Erzeugung sowie der Anschluss großer, flexibler Lasten im Niederspannungsnetz können bei unzureichender Auslegung verschiedene betriebliche Probleme verursachen:
Leitungsüberlastungen und Spannungsabweichungen
Der steigende Leistungsbedarf durch das Laden von Elektrofahrzeugen sowie durch energieintensive Anwendungen wie Klimaanlagen oder Wärmepumpen kann zu Überlastungen lokaler Verteilnetze führen. Gleichzeitig beeinflusst die Einspeisung aus Photovoltaikanlagen das Spannungsniveau und kann Überspannungen im Netz verursachen.
Phasenunsymmetrien
Eine unsymmetrische Anbindung von Erzeugungsanlagen oder großen Verbrauchern an die einzelnen Phasen kann Energieverluste, erhöhte Belastungen der Betriebsmittel oder unerwünschte Auslösungen von Schutzeinrichtungen nach sich ziehen.
Beeinträchtigung der Versorgungsqualität
Der verstärkte Einsatz von Leistungselektronik (Wechselrichter, Gleichrichter usw.) führt zur Entstehung von Oberschwingungen, Überspannungen und weiteren Netzrückwirkungen, die sowohl die Netzstabilität als auch den ordnungsgemäßen Betrieb angeschlossener Betriebsmittel beeinträchtigen können.

Wie Smart-Grid-Lösungen von Pronutec unterstützen

Pronutec begegnet diesen Herausforderungen durch die Bereitstellung von Echtzeit-Transparenz im Niederspannungsnetz. Unsere Smart-Grid-Lösungen, wie die intelligenten Sicherungslasttrennschalter (SFS) und der neue Live Retrofit Supervisor (LRS), ermöglichen:

Echtzeit-Messungen
Überwachung von Spannung und Strom pro Leitung und Phase. Erfassung von importierter und exportierter Wirk- und Blindleistung sowie Leistungsfaktor, Wellenformqualität und Frequenz.

Kompatibilität mit bestehender Infrastruktur
Installation in bestehenden, auch älteren Schaltanlagen ohne Unterbrechung der Stromversorgung und ohne bauliche Änderungen an der vorhandenen Infrastruktur.

Integration in Analyse- und Managementplattformen
Die offene Systemarchitektur ermöglicht die gleichzeitige und einfache Einbindung der Messdaten in Management- und Analyseplattformen über Kommunikationsprotokolle wie Web Services, Modbus TCP, IEC 60870-104, DNP3 oder MQTT.

Schnelle und nicht intrusive Installation
Dank modularem Design und optimierter Verdrahtung erfolgt die Installation effizient, sicher und übersichtlich.

Vom passiven Netz zum intelligenten Netz

Die Integration dezentraler Erzeugung und der Elektromobilität stellt nicht nur eine Herausforderung dar, sondern auch eine Chance zur Modernisierung, Digitalisierung und Optimierung des Niederspannungsnetzes. Mit unseren Monitoring-Lösungen unterstützen wir den Wandel hin zu einer intelligenten Netzinfrastruktur, die auf die Anforderungen der zukünftigen Energielandschaft vorbereitet ist.

Möchten Sie mehr erfahren oder ein konkretes Anwendungsbeispiel kennenlernen?
Kontaktieren Sie unser Team und entdecken Sie, wie unsere Zillion-Lösungen – das modulare Ökosystem für lebendige und intelligente Netze von Gorlan – Sie dabei unterstützen können, neue Akteure sicher und effizient in das Netz zu integrieren.

 

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